Fireblade Mod. 2004 (SC57)
Im Laufe der Jahre erfuhr die Fireblade eine Reihe evolutionärer Verbesserungen. Zum Teil handelte es sich um radikale Veränderungen, die jedoch immer auf den beiden Maximen „Light Makes Right“ und „Total Control“ basierten. Auch der Hubraum wurde schrittweise geringfügig erhöht. Da das Motorprofil jedoch so schlank wie möglich bleiben sollte, gab es keine Notwendigkeit, seine Größe der Einliterklasse entsprechend anzupassen. Nach der Zulassung von Vierzylindermotoren mit einem Hubraum von 1000 cm³ zu World Superbike Rennen Anfang des Jahres 2004, hatte die kontinuierliche Entwicklung der Fireblade ein neues Ziel: den Bau einer neuen Basismaschine für Rennen in der Einliterklasse, die erfolgreich bei allen Veranstaltungen von nationalen Rennen der Stocksport Superstock 1000-Klasse bis hin zum großen World-Superbike-Rennzirkus mithalten kann. Die Erreichung dieses Ziels erforderte eine neue Ausrichtung des Konzepts der CBR sowie ihrer allgemeinen Definition von Leistung. Lag bis dahin der Schwerpunkt auf dem Aspekt, das „leichteste Supersport-Motorrad in seiner Klasse“ zu sein, waren die entscheidenden Faktoren in der Entwicklung jetzt ein höheres Siegpotenzial bei Superbike- Rennen und ein überragendes Fahrerlebnis. Eine unein-geschränkte Kombination aus Kraft und Leistungsstärke, fertig für die Rennstrecke: Darauf haben die Fireblade Fans schon lange gewartet. Der Ausgangspunkt für diesen radikal neuen Ansatz in der langen Geschichte der Fireblade-Entwicklung stand dabei nie in Frage. Kein geringeres als das Rennsport-Meisterwerk von Honda, die RC211V, war der Schlüssel zu der Entwicklung des neuesten Supersport-Flaggschiffs. Die gleiche Maschine, auf der auch die beeindruckende neue CBR600RR basiert. Hauptziele für die Fireblade waren natürlich mehr Leistung, ein auf RC211V-DNA basierendes Fahrwerk und Handling, ein auffallend „starkes“ Design und eine unter dem Strich sauberere und umweltverträglichere Gesamtbilanz als bei den Mitbewerbern. Spitzenleistung, modernste Technologie und ultimative Kontrolle sollten zusammen mit der Rennsportkompetenz von Honda in der stärksten Fireblade aller Zeiten resultieren.
Technische Daten
| Bauart | Flüssigkeitsgekülter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor (DOHC), 16 Ventile |
| Hubraum (ccm) | 998 |
| Bohrung x Hub (mm) | 75,0 x 56,5 |
| Verdichtung | 11,9:1 |
| Gemischaufbereitung | PGM-DSFI elektronische Kraftstoff-Einspritzung |
| Nennleistung | 171 PS (126 kW) bei 11.250 U/min |
| Drehmoment max | 115 Nm bei 8.500 U/min |
| Zündung | Digitale Transistorzündung mit elektronischer Frühverstellung |
| Vorzündung | 12° BTDC (Leerlaufdrehzahl) |
| Getriebe | 6 Gänge |
| Primärübersetzung | 1.604 (48/77) |
| Übersetzungs-verhältnis | 1. 2.538 (13/33) 2. 1.941 (17/33) 3. 1.578 (19/30) 4. 1.380 (21/29) 5. 1.259 (20/25) 6. 1.160 (25/29) |
| Sekundär-übersetzung | 2.500 (16/40) |
| Endantrieb |
O-Ring-Kette #530 |
| Federung vorn | 43 mm-Ø-Upside-Down, Federvorspannung, Zug- und Druckstufendämpfung voll ein-stellbar |
| Federung hinten | Unit-Pro-Link-Aluminiumschwinge mit gas-druckunterstütztem Federbein, einstellbarer Federvorspannung, einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung |
| Federweg vorn (mm) | 120 |
| Federweg hinten (mm) | 135 |
| Radstand (mm) | 1412 |
| Lenkkopfwinkel | 23° 45' |
| Bodenfreiheit (mm) | 130 |
| Felgen | Hohlgegossene 3-Speichen-Aluminiumräder vorne: 17 x MT 3.50 hinten: 17 x MT 6.00 |
| Bremse vorn | 310 mm-Ø-Doppelscheibenbremse mit radial befestigten Vierkolbenbremszangen und Sintermetallbelägen, schwimmende Scheiben |
| Bremse hinten | 220 mm-Ø-Einscheibenbremse mit Ein-kolbenbremszange und Sintermetallbelägen |
| Reifen vorn | 120/70 ZR17M/C (58W) |
| Reifen hinten | 190/50 ZR17M/C (73W) |
| Länge (mm) | 2023 |
| Breite (mm) | 712 |
| Höhe (mm) | 1133 |
| Sitzhöhe (mm) | 820 |
| Trockengewicht (kg) | 179 |
| Leergewicht (kg) | 208 |
| Max. Zuladung (kg) | 180 |
| Ölvolumen (Liter) | 3,8 |
| Tankinhalt (Liter) | 18 (inklusive 3,5 L Reserve) |