Die
Einführung der neuen Fireblade in 2004 markierte ein neues
Kapitel in der Supersport-Entwicklung. Die CBR1000RR Fireblade
folgt seiner Tradition mit einer Hubraumvergrößerung
und einer vollkommen neuen Motor- und Fahrwerkskonstruktion auf
der Grundlage des siegreichen und bewährten MotoGP-Champions,
der RC211V.
Hochleistungsmerkmale wie der Aluminium-Druckgussrahmen,
der kompaktere Hochleistungsmotor mit dualer sequentieller Kraftstoffeinspritzung,
die Unit Pro-Link-Hinterradaufhängung, die radial
montierten Scheibenbremsen vorn und ein einzigartiger elektronischer
Lenkungsdämpfer wurden direkt von der Rennmaschine auf die Fireblade übertragen. Ziel war es, nicht nur eine der besten
Supersport-Straßenmaschinen überhaupt zu schaffen,
sondern auch das Basismodell für einen neuen, exakt den FIM-Vorschriften
entsprechenden World-Superbike-Teilnehmer. Um das Reglement optimal
ausnutzen zu können, wurde der Hubraum auf die erlaubten
998 cm³ erhöht.
Mit
einer solch beeindruckenden Liste neu entwickelter Merkmale der
Renntechnologie in einer Straßenmaschine sicherte sich die
neue Fireblade schnell ihren Platz bei den Hochleistungsmaschinen
der Supersportklasse und ebnete den Weg für eine neue Ära
in der Superbike Weltmeisterschaft. Gleich ab dem ersten Produktionsjahr
überstieg die neue Fireblade alle Erwartungen und fuhr in
allen Rennen an der Spitze mit. Im Sattel saß Chris Vermeulen,
der für das Ten Kate Honda Team auf der Fireblade mit ihrer
unerreichten Kombination aus atemberaubender Power und geschmeidiger,
müheloser Kontrolle die Supersport-Welt im Sturm eroberte.
Entwicklungskonzept
Auf der Grundlage der bereits bestehenden Erfolge der Fireblade
entschied sich das Entwicklungsteam für sorgfältige
Verbesserungen anstelle einer drastischen Neukonstruktion. Schließlich
waren die Voraussetzungen für Spitzenleistungen und das Potenzial
für weitere Verbesserungen bereits in der Konstruktion und
Leistung der CBR deutlich erkennbar. Unter dem Konzept Crystalisation
of Racing DNA machte sich das Team an die Entwicklung der
nächsten Generation der stärksten und agilsten RR, die
es je gegeben hat.
Wichtigstes Konstruktionsziel für die neue Maschine war eine
stärkere Leistung - ohne Änderung des Hubraums - bei
geringerem Gewicht für eine schnellere Beschleunigung und
präziseres Handling. Dieses stärkere und leichtere Kraftpaket
könnte dann mehr Fahrspaß und Performance bieten sowie
das fantastische Gefühl totaler Kontrolle bei der Erfahrung
der Grenzen des eigenen Fahrkönnens. Auf der Rennstrecke
würde ein beeindruckenderes Leistungsgewicht der verbesserten
Fireblade einen größeren Wettbewerbsvorteil für
zukünftiges Kräftemessen auf allen Ebenen verleihen,
bis hin zur World Superbike Championship.
Auch
im Sinne des aktuellen Umweltbewusstseins und der damit verbundenen
Einhaltung strengster Abgasvorschriften musste die neue Fireblade
verändert werden. Der bevorstehenden EURO-3-Abgasnorm sollte
sie ohne Leistungseinbußen entsprechen. Ein schwieriges
Vorhaben, aber dennoch ein lohnendes Ziel für Hondas Flaggschiff
der Supersport-Rennmaschinen.
Styling
Traditionell besteht eine optische und technologische Verbindungen
zwischen der Fireblade und der berühmten RC211V MotoGP-Rennmaschine.
Die in erster Linie als straßentaugliche Version der erfolgreichen
World Superbike-Renntechnologien von Honda konstruierte Fireblade
sieht nicht nur aus wie eine Weltklasse-Rennmaschine, sondern
liefert auch eine sowohl auf der Straße als auch auf der
Rennstrecke bestens bewährte Mischung aus Leistung und Handling.
Für die neue zweite Generation erhielt die Verkleidung der
Fireblade einen neuen Look, der ihren Sinn für Geschwindigkeit
und Top-Performance noch eindrucksvoller unterstreicht. Front-
und Seitenverkleidungen wurden neu konstruiert mit einem schlankeren,
kurvigeren und aggressiveren Look. Dabei ist die starke Ähnlichkeit
mit der neuesten MotoGP-Rennmaschine unverkennbar.
Zu den
Detailveränderungen gehören eine deutlichere Einkerbung
in der Frontverkleidung und eine leichte Veränderung der
Form der charakteristischen Slimline -Scheinwerfer
der RR. Insgesamt wirkt die Front jetzt aggressiver. Die neuen
Seitenverkleidungen haben kompaktere und rundere Linien, um die
aerodynamische Optik zu betonen und das Handling bei hohen Geschwindigkeiten
zu erleichtern, wodurch die Fireblade noch leistungsstärker
anmutet. Darüber hinaus leiten die niedrigeren Auslasskanäle
die Luft effektiver durch den Kühler. So ist der Fahrer erheblich
weniger der Motorwärme ausgesetzt.
Die
schlanke Sitzverkleidung der Fireblade lässt dem Fahrer optimale
Bewegungsfreiheit zum Manövrieren. Gleichzeitig verheißt
sie sportlichen Fahrkomfort mit einer aerodynamischen Linienführung,
die nach hinten spitz zuläuft. Von hinten blicken die Verfolger
auf die sauber integrierte LED-Rückleuchte über dem
mittig nach oben geführten, neu designten Auslass des Centre-up-Auspuffsystems.
Motor
Der leistungsstarke, flüssigkeitsgekühlte 998-cm³-DOHC-Reihenmotor
der Fireblade mit vier Zylindern dokumentiert Hondas Engagement
für Hochleistungs- Renntechnologien. Ausgestattet mit technologischen
Merkmalen, die direkt von der legendären RC211V stammen,
liefert dieses leichte und kompakte Kraftpaket spontane Leistungsschübe
in jedem Bereich des breiten Drehzahlbands.
Weniger Gewicht und mehr Power
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Reduzierung des Motorgewichts
bei gleichzeitiger Erhöhung der maximalen Leistung. Auf diese
Weise wird das Leistungsgewicht und damit die Gesamtleistung erheblich
verbessert. Diese Leistungssteigerung wurde nicht durch eine einzige
Verbesserung erreicht, sondern durch eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen,
die sich gegenseitig ergänzen.
Erst einmal wurde die Form der Zylinderkopf-Einlasskanäle
verändert, so dass ein größeres Luft-/Kraftstoffgemisch-Volumen
schneller in die geringfügig kleineren Verbrennungskammern
strömt. Gleichzeitig wurden die Auslasskanäle vergrößert,
so dass die Brennräume schneller entleert werden. Das reduzierte
Volumen der Brennräume führt auch zu einer Erhöhung
des Verdichtungsverhältnisses von 11,9:1 auf 12,2:1 . Das
ergibt den kumulativen Effekt einer erhöhten Verbrennungseffizienz
und dementsprechend verbesserter Leistung.
Neue,
konzentrische Doppelventilfedern an den Einlassventilen des Motors
tragen ebenfalls zur Steigerung der Motorleistung bei, indem sie
einen präziseren Ventilbetrieb bei den in Rennen üblichen
hohen Motordrehzahlen gewährleisten und die Funktion der
einfachen Federn an den Auslassventilen ergänzen. In einer
bei den HRCRennmaschinen eingesetzten und intensiv getesteten
Konfiguration ermöglicht diese Doppelfederventilkonstruktion
sowohl eine Erhöhung der Spitzendrehzahl von 11.650 U/Min.
auf 12.200 U/Min. als auch eine erhöhte Zuverlässigkeit
und Langlebigkeit unter Grenzbelastung. Darüber hinaus wurde
die Form der Einlassventile verändert, um die Effizienz der
Einlassströmung zu verbessern.
Ebenfalls
zur längeren Lebensdauer im dauerhaften Hochgeschwindigkeitsbetrieb
trägt eine neue Kurbelwelle aus einer stärkeren Stahllegierung
bei, die für mehr 2006 CBR1000RR FIREBLADE - G7 Steifigkeit
und Robustheit im anspruchsvollen Rennbetrieb sorgt, ohne zusätzliches
Gewicht mitzubringen.
Auch
die Nockenwellen wurden von der Schlankheitskur nicht ausgenommen.
Das Endergebnis all dieser Veränderungen ist eine deutliche
Steigerung der Spitzenleistung über das gesamte Hochleistungsband
der Fireblade. 75% dieser Leistungssteigerung sind das Ergebnis
der oben genannten Veränderungen des Zylinderkopfs und der
Auslasskanäle. Dementsprechend führen diese Veränderungen
zu einer weiteren Verbesserung des bereits außerordentlichen
Leistungsgewichts der Fireblade im Sinne einer stärkeren
Beschleunigung und einer noch explosiveren Leistungsentfaltung
im oberen Drehzahlbereich.
Geschmeidigeres Ansprechverhalten
Das ECU-Kraftstoffeinspritzsystem der Fireblade wurde ebenfalls
neu programmiert, um ein geschmeidiges, aber dennoch spontanes
Ansprechverhalten sicherzustellen. Durch die neue, vereinfachte
Innenkonstruktion konnten 100 g Gewicht eingespart werden. Ein
weiterer, kleiner, aber bedeutender Beitrag zur Gewichtsreduzierung
der Fireblade insgesamt.
Neue Lichtmaschinenabdeckung aus Magnesium
Einen weiteren Beitrag von ca. 100 g zur Gewichtsreduzierung des
Motors und der Maschine insgesamt leistet eine neue Lichtmaschinenabdeckung
aus Magnesium.
Größeres Kettenrad hinten
Um die höhere Leistung des Motors noch besser auszunutzen,
erhielt die Fireblade auch ein größeres Kettenrad hinten
(von 40t auf 42t). Obwohl es sich scheinbar um eine geringfügige
Veränderung handelt, ergänzt sie die höheren Drehzahlen
und das stärkere Drehmoment des Motors für eine viel
kraftvollere Beschleunigung aus der Kurve und auf der langen Geraden.
Normalerweise ist die bessere Beschleunigung durch eine größeres
hinteres Kettenrad nur auf Kosten der Spitzengeschwindigkeit zu
erreichen, aber bei diesem neuen Motor ist das anders. Durch die
höhere Spitzendrehzahl und die stärkere Leistung im
oberen Drehzahlbereich behält die Fireblade ihre Spitzengeschwindigkeit
bei und überzeugt mit einem außerordentlich präzisen
Ansprechverhalten.
Hinterrad
und Kettenrad sind auch mit einem neuen Satz Ruckdämpfern
ausgestattet. Diese dämpfen die Reaktionen beim schnellen
Einkuppeln, Beschleunigen und starken Motorbremsungen, insbesondere
auch in extremen Rennsituationen.
Vollständige Einhaltung der EURO-3-Abgasnorm
Für 2006 ist die Fireblade mit Hondas modernem HECS3-Katalysatorsystem
mit Lambdasonde ausgestattet. Dieses minimiert die Produktion
und den Ausstoß schädlicher Substanzen wie Kohlenmonoxid
(CO), Kohlenwasserstoff (HC) und Stickoxiden (NOx). Das System
verfügt auch über ein aktives Katalysatorelement mit
300 Zellen für eine erheblich vergrößerte Katalysatorfläche
zur Verringerung der Emissionen und problemlosen Einhaltung der
neuesten EURO-3-Normen.
Neuer, schmalerer und leichterer Kühler
Um sicherzugehen, dass die CBR1000RR Fireblade auch bei den renntypischen
Spitzenleistungen und extremen Temperaturen einen kühlen
Kopf behält, verfügt sie über einen großen
Aluminiumkühler, der den Bereich hinter dem Vorderrad optisch
dominiert. Durch die neue Form des Kühlers ergibt sich eine
Gewichtseinsparung von ca. 500 g, in Kombination mit den neuen
Schläuchen sogar 700 g.
Fahrwerk
2004 fiel die Fireblade auf der Straße und in der Superbike-Rennszene
mit einem vollkommen neuen Gussaluminiumrahmen und einer modernen
Unit Pro-Link- Hinterradaufhängung auf, die direkt
von Hondas berühmter RC211V MotoGPRennmaschine stammen. Der
leistungsstarke Motor sitzt in einer Brücken- Rahmenkonfiguration,
die zum außerordentlich präzisen Handling der Fireblade
beiträgt. Dieser Rahmen hat ein geringes Gewicht und eine
relativ einfache, organische Konstruktion. Die Unit Pro-Link-Hinterradaufhängung
ermöglicht eine leichtere Rahmenkonstruktion und geschmeidiges
Handling, ohne die Hinterradbelastungen auf den Rahmen zu übertragen.
Fein abgestimmte Lenkgeometrie
In der zweiten Generation benötigten Fahrwerk und Rahmen
der Fireblade nur wenige Modifikationen und Verbesserungen. Stattdessen
erhielten sie eine ganze Reihe geringfügiger, aber dennoch
wichtiger Veränderungen. Erzielt werden damit eine erhebliche
Verbesserung des allgemeinen Handlings und ein geschmeidigeres
Ansprechverhalten.
Obwohl die Vorderradaufhängung der Fireblade mit ihrer gut
ansprechenden, vollkommen verstellbaren Upside-Down-Vorderradgabel
im Grunde unverändert blieb, wurde der Nachlaufwinkel des
Lenkkopfs von 23° 45 auf 23° 30 lediglich
um ein Viertelgrad reduziert. So verringert sich der Nachlauf
von 102 mm auf 100 mm, was Einem leichteren Handling in Verbindung
mir dem reduzierten Gewicht deutlich zugute kommt.
Zur Ergänzung der neuen Übersetzung des hinteren Kettenrades
wurde die Schwinge um 5 mm verkürzt. In Kombination mit dem
reduzierten Nachlaufwinkel reduziert sich der Radstand des Fahrwerks
um 10 mm von 1.410 mm auf 1.400 mm. Die Einstellmöglichkeiten
der Front- und Hinterradaufhängung bleiben praktisch unverändert,
mit vollständiger Einstellbarkeit der Vorspannung, Zug- und
Druckstufe, wie es sich für einen wettbewerbsfähigen
World-Superbike-Teilnehmer gehört. Eine kleine Änderung
gab es am innovativen Unit Pro-Link-Hinterraddämpfer.
Der nun leichtere Einstellring zur Regulierung der Vorspannung
ist anstelle des Stahlteils beim Vormodell diesmal aus Aluminium
gefertigt.
Neue, größere Bremsscheiben vorne
Der Durchmesser der sehr gut ansprechenden, radial montierten
vorderen Bremsscheiben wurde von 310 mm auf 320 mm erhöht.
Das Ergebnis ist eine erheblich höhere Bremskraft und eine
stark verbessere Bremskontrolle. Um das ungefederte Gewicht niedrig
zu halten, wurde auch die Dicke der Bremsscheiben von 5 mm auf
4,5 mm verringert. Ingesamt ließen sich so 300 g Gewicht
einsparen. Ebenfalls zur Reduzierung der ungefederten Massen trägt
eine kleinere und leichtere neue hintere Bremszange bei.
Leichteres Auspuffsystem
Ebenfalls zur Verringerung des Gewichts wurde die Konstruktion
des 4-in-2-in-1- Auspuffsystem aus Titan und Edelstahl überarbeitet.
600 g weniger bei den Rohren, 480 g weniger bei dem servogestützten
Auspuffventil und weitere 380 g weniger bei dem Centre-Up-Auspuff
unter dem Sitz reduzieren nicht nur das Gesamtgewicht des Fahrzeugs,
sondern tragen auch zu einer noch besseren Massenzentralisierung
der Fireblade und einer besseren Kurvenkontrolle bei.
Am hinteren Ende des Auspuffsystems wurde die dreiteilige dekorative
Abdeckung gegen ein Kunststoffformteil im Doppelrohr-Design getauscht.
Das reduziert nicht nur das Gewicht, sondern kommt auch der Optik
zugute.
Andere Ausstattungsmerkmale
HESD - Revolutionärer elektronischer Lenkungsdämpfer
Wahrscheinlich eine der revolutionärsten Entwicklungen im
Bereich des Fahrverhaltens der Fireblade befindet sich direkt
unter der Nase des Fahrers. Die direkt über dem Lenkkopf
installierte Black Box ist das Herz des elektronischen
Lenkungsdämpfers von Honda, der die Hochgeschwindigkeits-Performance
bei uneingeschränkter Handlichkeit im niedrigeren Geschwindigkeitsbereich
verbessert. Lenkungsdämpfersysteme gibt es bereits seit Jahrzehnten,
besonders in der Welt der Motorradrennen, wo hohe Motorleistungen
und hohe Geschwindigkeiten ständig an die Grenzbereiche der
Motorräder führen.
Sorgen Lenkungsdämpfer für zusätzliche Dämpfung,
um die Hochgeschwindigkeits-Performance zu verbessern. Eine häufige
Beanstandung bei herkömmlichen Lenkungsdämpfern ist
zum Beispiel, dass sie zwar die Hochgeschwindigkeits-Performance
angemessen verbessern, das Fahrverhalten bei niedrigen Geschwindigkeiten
aber unhandlicher wird. Der Versuch, die beiden Anforderungen
einer stärkeren Dämpfung bei hohen Geschwindigkeiten
und einer geringeren Dämpfung bei niedrigen Geschwindigkeiten
zu erfüllen, führte mit den bisherigen Technologien
immer zu einem Kompromiss in der Dämpfungscharakteristik.
Während andere Hersteller sich in manchen Fällen dazu
entschlossen, Lenkungsdämpfer bei einigen ihrer eher sportorientierten
Modelle einzubauen, hat Honda diese Vorrichtungen im Allgemeinen
vermieden. Solange diese Dämpfer für eine bessere Hochgeschwindigkeits-Performance
entwickelt wurden, weckte ihre Auslegung weiterhin den Wunsch
nach einer besseren Allgemein-Performance und Balance. Die Honda-Ingenieure
setzten es sich daher zum Ziel, einen Lenkungsdämpfer zu
entwickeln, der für ein optimales Gleichgewicht von Dämpfungs-
und Handlingeigenschaften sorgt.
Funktion des Dämpfungssystems
Anders als die meisten bisherigen Lenkungsdämpfer hat dieser
elektronische Lenkungsdämpfer von Honda keine festgelegten
Dämpfungseigenschaften. Der Dämpfer wird in Abhängigkeit
von der Geschwindigkeit und Beschleunigung automatisch von der
ECU gesteuert, so dass für eine ideale Dämpfungsleistung
bei unterschiedlichsten Fahrbedingungen gesorgt ist.
Bei niedrigen Fahrzeuggeschwindigkeiten ist das Hauptventil voll
geöffnet und die Dämpferwirkung minimal. Im Gegensatz
zu konventionellen Systemen wird das spielerische Handling der
Fireblade vom Lenkungsdämpfer nicht beeinflusst.
Nehmen Geschwindigkeit und Beschleunigung zu, reagiert die lineare
Magnetspule, die den Ölfluss durch das System steuert, auf
Signale von der ECU und beschränkt dementsprechend den Ölfluss
zwischen den beiden Seiten der Kammer. Dies führt zu einer
sanften, aber sehr effektiven Begrenzung bzw. Dämpfung.
Als bedeutender technologischer Fortschritt und weitere Innovation,
die zur ausgewogenen Fahrzeugbeherrschung eines Supersport-Motorrads
beitragen sollen, ermöglicht der neue elektronische Lenkungsdämpfer
von Honda ein berechenbares Handling für mehr Fahrspaß
als je zuvor.
Technische Daten
| Bauart | Flüssigkeitsgekülter Vierzylinder-Viertakt-Reihen-motor (DOHC), 16 Ventile mit geregeltem Katylysator |
| Hubraum (ccm) | 998 |
| Bohrung x Hub (mm) | 75,0 x 56,5 |
| Verdichtung | 12,2:1 |
| Gemischaufbereitung | PGM-DSFI elektronische Kraftstoff-Einspritzung |
| Nennleistung | 172 PS (126,4 kW) bei 12.500 U/min |
| Drehmoment max | 114,5 Nm bei 10.000 U/min |
| Zündung | Digitale Transistorzündung mit elektronischer Frühverstellung |
| Zündzeitpunkt | 8.2°
BTDC (Leerlaufdrehzahl) ~45° BTDC (7.500 U/mim) |
| Getriebe | 6 Gänge |
| Primärübersetzung | 1.604 (77/48) |
| Übersetzungs-verhältnis | 1.
2.538 (13/33) 2. 1.941 (17/33) 3. 1.578 (19/30) 4. 1.380 (21/29) 5. 1.259 (20/25) 6. 1.160 (25/29) |
| Sekundär-übersetzung | 2.625 (42/16) |
| Endantrieb |
O-Ring-Kette #530 |
| Federung vorn | 43 mm-Ø-Upside-Down, HMAS, Federvorspannung, Zug- und Druckstufendämpfung voll einstellbar, 120 mm Federweg |
| Federung hinten | Unit-Pro-Link-Aluminiumschwinge mit gas-druckunterstütztem HMAS Federbein, 13-fach einstellbarer Federvorspannung, einstellbarer Zug- und Druckstufen-dämpfung, 135 mm Federweg |
| Federweg vorn (mm) | 120 |
| Federweg hinten (mm) | 135 |
| Radstand (mm) | 1400 |
| Lenkkopfwinkel | 23° 30' |
| Nachlauf (mm) | 100 |
| Bodenfreiheit (mm) | 130 |
| Felgen |
Hohlgegossene 3-Speichen-Aluminiumräder vorne: 17 x MT 3.50
hinten: 17 x MT 6.00 |
| Bremse vorn | 320 mm-Ø-Doppelscheibenbremse mit radial befestigten Vierkolbenbremszangen und Sintermetallbelägen, schwimmende Scheiben (4,5 mm dick) |
| Bremse hinten | 220 mm-Ø-Einscheibenbremse mit Ein-kolbenbremszange und Sintermetallbelägen (5 mm dick) |
| Reifen vorn | 120/70 ZR17M/C (58W) |
| Reifen hinten | 190/50 ZR17M/C (73W) |
| Länge (mm) | 2023 |
| Breite (mm) | 720 |
| Höhe (mm) | 1118 |
| Sitzhöhe (mm) | 831 |
| Trockengewicht (kg) | 176 |
| Leergewicht (kg) | 203 Kg (Front:105 Kg / Heck:98 Kg) |
| Max. Zuladung (kg) | 180 |
| Ölvolumen (Liter) | 3,8 |
| Tankinhalt (Liter) | 18 Liter (inklusive 4 L Reserve bei LCD Anzeige) |